Kooperationspartner

Schulen, Vereine und private Initiativen
Um unsere Projekte nachhaltig gestalten zu können, arbeiten wir Hand in Hand mit Schulen, Vereinen und privaten Initiativen. Als Türoffner und Wegbegleiter für die Kinder und Jugendlichen, tragen unsere Kooperationspartner wesentlich zum Erfolg eines Projektes bei.
Dabei unterstützen sie das gemeinsame Projekt durch Infrastruktur, weitere Teammitglieder, Betreuer und finanzielle Mittel.
Unter der künstlerischen Leitung von Todd Fletcher kümmert sich das Team von PluralArts um die Entwicklung und Gestaltung der künstlerischen Inhalte, die Produktion und Kommunikation.


The American School Switzerland / www.tasis.com
Ernst-Schering Oberschule / www.eso.cidsnet.de
MaDonna Mädchenkult.Ur e.V. / www.madonnamaedchenpower.de
Teltow Grundschule Schöneberg / www.teltow-grundschule.de


Wir freuen uns über weitere Interessenten und Kooperationspartner.
Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
 info@pluralarts.org

Aktuelle Kooperation: Ernst-Schering-Oberschule


Zitate


»Jede Probe ist wie ein Antigewalttraining.«
Hilmar Pletat, Direktor der Ernst Schering Oberschule

»Ich wusste gar nicht, wie viel Power in mir steckt.«
Lena, 15 Jahre

»Wenn man etwas erreichen will, muss man sehr hart arbeiten und immer am Ball bleiben - das habe ich vom Arbeiten mit dem Musical gelernt.«
Cansu Demir, 15 Jahre

»Wir spielen hier einfach unser Leben nach«
Gören Yalein, 17 Jahre


Zur Arbeit mit PluralArts


Auszug aus einem Brief von Betty Marleine Sebastiao (16)
»In den Augen der Schüler war es am Anfang nur Spaß, Albernheiten und Freunde treffen. Das war aber unser Musical nicht. Wir haben sehr viel Arbeit und Freizeit investiert und es hat sich am Ende gelohnt. So etwas sollte man öfters machen. Das war auch die schönste Zeit in unserem letzten Schuljahr. Ich bin eine ehemalige Schülerin der Schule und habe auch teilgenommen und habe sehr viel gelernt. Unter der Leitung von Todd & seinem Team hatten wir Tiefen und Höhen. Es war nicht leicht, ihnen alles recht zu machen. In dem Musical verkörpern wir unseren Kiez. Drogen, Ghetto und Gewalt sind nicht alles in unserem Kiez. Man sollte auch die guten Seiten eines Kiezes sehen. Das haben wir versucht zu verkörpern. In dem Musical geht es um Chancen. Es geht um eine Chance aus dem so genannten Ghetto raus zu kommen, der Welt zu zeigen, was man hat und was nicht. Um diese Chance zu nutzen, muss man zusammenhalten. Wir haben auch die Lehrer auf ganz andere Art kennen gelernt. Das Zusammenarbeiten mit Todd & Wilson war für uns alle etwas Neues. So auch als Star neben Todd zu stehen, war ein tolles Gefühl. Manchmal haben wir den Mut und die Lust verloren, aber man kann nicht immer Spaß ohne Arbeit haben. Die Zeit bei unserem zusätzlichen Ausflug nach Trebnitz war sehr hilfreich. Da war intensives Arbeiten geplant, aber wir haben daraus Spaß gemacht. Für mich persönlich war das ein einmaliges Erlebnis. »We all should stay together as one!«

»Schule einmal anders«
1979 am Standort Lütticher Straße 47/48 gegründet, beherbergt die Ernst-Schering Oberschule zurzeit ca. 400 SchülerInnen in 16 Klassen von der 7. bis zur 10. Klassenstufe in ihrem denkmalgeschützten Gebäude unweit der Rehberge.  Neben den regulären Schulpflichtfächern können die SchülerInnen aus einem großen Wahlpflichtangebot zusätzlicher Fächer (z. B. Darstellendes Spiel, Informatik, Literatur oder Französisch als zweite Fremdsprache) oder/und Fächer ihrer besonderen Neigung (z. B. Biologie, Chemie, Physik, Geschichte, Sport, Musik, Kunst oder Mathematik) wählen. Oder sie nutzen das ergänzende Deutschangebot, um sich sprachlich weiter fit zu machen.
Apropos »fit«: Die ESO widmet sich seit vielen Jahren dem Schwerpunkt "Fit für die Berufswelt". Damit verbinden sich vielfältige Aktivitäten, durch die die SchülerInnen praxisnah auf die Berufswelt vorbereitet werden. Neben den üblichen Betriebspraktika in der 9. Klasse können interessierte SchülerInnen der ESO beispielsweise auch besondere Schnupperlehrgänge bei Partnerfirmen besuchen. Jahrelang erprobte Kontakte und Kooperationen mit Betrieben und anderen Institutionen ermöglichen darüber hinaus die Teilnahme an Bewerbungstrainings und Assessmentcenters. Durch den intensiven Austausch mit den Ausbildungs-abteilungen der Koop-Betriebe können weitere Erprobungsformen und Angebote ermöglicht werden. Die ESO war eine der allerersten Schule in Berlin, die den Berufswahlpass einführte. Das ESO-Berufsorientierungs-konzept gilt in Fachkreisen als beispielhaft. Übrigens wird jedes Jahr eine Lehrerin bzw. ein Lehrer der ESO für drei Wochen in die Ausbildungsabteilung einer Firma geschickt, damit das Kollegium neben der Theorie auch etwas vom Alltag der Azubis ersteht.
"Schule einmal anders" bedeutet an der ESO unter anderem, dass seit 1994 regelmäßige Projektwochen durchgeführt werden. Die Arbeit während der Projektwochen führt zu hoher Arbeitsmotivation und -zufriedenheit sowohl bei SchülerInnen aus auch den LehrerInnen. Studienfahrten nach England, Paris oder Auschwitz gehören ebenso dazu wie Besuche bei technischen Großeinrichtungen. Aber auch fachübergreifende Projekte in der Schule oder der näheren Umgebung werden gerne gewählt und dann mit viel Schwung in Angriff genommen. Verbindlich für alle SchülerInnen des 7. und 8. Jahrgangs sind aber Schulungswochen für das Methoden- und Kommunikationstraining bzw. die Teamentwicklung. So umfangreich und abwechslungsreich geschult klappt´s dann auch (meist) besser im »grauen« Unterrichtsalltag.
Zahlreiche Arbeitsgemeinschaften wie Theater, Fußball und Basketball spielen, Keramiken modellieren, im Schulgarten gärtnern oder Mofafahren lernen und dazu den Führerschein erwerben ergänzen das Schulangebot.
Der neu eingerichtete und liebevoll gestaltete Freizeitbereich bietet nicht nur Raum für Entspannung und zusätzliche Spielmöglichkeiten, sondern ist auch so etwas wie die emotionale und soziale Zentrale der Schule. Hier kann man bei den drei verständnisvollen und engagierten Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen und ihren Praktikanten sein Herz ausschütten oder Rat bei Problemen finden.
Wenn es trotz der von allen verbindlich unterschriebenen Charta gegen Gewalt und der klaren Unterrichtregeln, die in allen Klassenräumen aushängen, einmal zu Konflikten kommen sollte, helfen aber auch intensiv geschulte und erfahrene Konfliktlotsen, die Wogen zu glätten. So ist es möglich, dass eine ethnisch bunt gemischte Schülerschaft gut miteinander lernen und auskommen gelernt hat.